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Was blinkt, dreht sich um die Achse und lädt eine Palette (...)

22 May 2017

Das Stammwerk des französischen Metallverpackungsherstellers Massilly in Cluny setzt in der Produktion auf möglichst umfassende Automatisierung. Der letzte Prozessschritt, der Transport der Paletten in das Warenlager, erfolgte bisher manuell. Diese Aufgabe wird nun ebenfalls von automatisierten Flurförderzeugen übernommen, und das mit Erfolg: Mittlerweile reisen Firmenvertreter an, um sich von den Vorzügen der Linde robotics-Geräte zu überzeugen.

Leere Konservendosen fahren Achterbahn. Silbern glitzernde Blechteile werden von scheinbar endlosen Fließbändern durch die geräumige Fabrikhalle gezogen. Dazwischen arbeiten vollautomatisierte Maschinen an den Details: bedrucken, Deckel stanzen, dünne Blechplatten formen, verschweißen. Es ist ein ständiges Klopfen, Zischen, Stampfen und Wummern, bis die fertigen Produkte auf Paletten angeordnet werden. „Eine Dose sieht an sich ganz einfach aus, dabei handelt es sich um einen technisch höchst aufwändigen Alltagsgegenstand“, sagt Christophe Marteau, der als CTO bei Massilly für Technologie und Entwicklung verantwortlich ist.

Das Unternehmen setzt seit Jahren bewusst auf Automatisierung. „Um uns von der Konkurrenz aus den Schwellenländern abzusetzen, stehen uns nicht unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung.“ Die Qualität ist eine Option. Eine weitere ist eine möglichst schlanke, ineinander greifende Fertigung. „Die Automatisierung schafft vielleicht keine neuen Arbeitsplätze“, räumt er ein, „aber sie sichert diejenigen, die bereits da sind.“ Eine Fabrik, die nicht in Innovationen investiere, werde über kurz oder lang verschwinden, sagt Marteau und bleibt im Abstand von einigen Schritten neben einer Packstation stehen.

Nach dem Palettieren hat der Linde L-Matic seinen Einsatz

Eine Palettier-Maschine greift sich Kartons mit fertigen Produkten und stellt die Paletten zusammen. Nebenan wartet ein automatisierter Hochhubwagen auf seinen Einsatz. Neben der üblichen Serienausstattung besitzt dieses Gerät einen Navigationslaser, Sicherheitssensoren, eine Recheneinheit, einen Touchscreen und einen Blue Spot. Sobald der Roboterarm eine Palette komplettiert hat, räumt der Linde L-MATIC automatisch den Ausgang der Palettier-Maschine frei, greift die Palette und setzt sie einige Meter entfernt auf eine automatische Folienwickelmaschine. Hier schließt sich ein ähnlicher Prozess an: Von der Folienwickelmaschine nimmt der L-MATIC die Palette wieder auf und fährt sie zum Eingang des Hochregallagers. Erst hier greift der Mensch wieder ein. Staplerfahrer übernehmen die Paletten und lagern sie ein.

Autonom fahrende Hochhubwagen orientieren sich selbständig

„Hätte man den Weg zwischen Packstation und Warenlager nicht auch einfach mit einem Förderband überbrücken können?“ Marteau schüttelt den Kopf: „Hätte man – aber dann wären wichtige Wege blockiert worden! Die Linde robotics-Geräte geben uns volle Flexibilität. Die Fahrwege lassen sich jederzeit anpassen.“ Dank der Geo-Navigation des französischen Robotik-Spezialisten Balyo können sich die autonom fahrenden Hochhubwagen selbständig im Raum orientieren. Sie brauchen weder Laserreflektoren noch Schienen, Magnete oder andere Hilfsmittel. Stattdessen nutzen sie örtliche Gegebenheiten wie Mauern, Regale oder Pfeiler als Referenzpunkte, um sich zu orientieren. „Das Fahrzeug kennt den Aufbau der Fabrik und reagiert in Echtzeit, wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter die Fahrbahn kreuzt“, erklärt Marteau.

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